Die Kuh im Kühlschrank

Über 2.000 Besucherinnen und Besucher, vor allem Klein, aber auch Groß, wollten wissen, ob die Kuh tatsächlich im Kühlschrank ist. Ja, sie ist, auch wenn sie dort offensichtlich nichts zu suchen hat. Irritationen auslösen gehört aber zum Prinzip der Aktionsausstellung. Dinge tauchen in anderen Kontexten auf. Die Wirklichkeit verrutscht. Und so ganz falsch ist es ja auch nicht: Zwar gehört nicht die Kuh in den Kühlschrank, wohl aber die Milch. Zusammenhänge bestehen.

Die interaktive Ausstellung eröffnete Kindern die Welt hinter dem Kühlschrank. Die Ausstellung lädt Kinder ein, selber herauszufinden, wo Dinge herkommen. Die Milch kommt von der Kuh auf der Weide, das ist noch einfach. Einfach und eindrucksvoll zugleich ist eine Installation, bei der zwei Hühnerfiguren Eier legen, diese über eine Klappe in die Küche gelangen und dann in der Pfanne landen. „Die Ausstellung arbeitet sehr plastisch, so werden Vorgänge für Kinder nachvollziehbar“, sagt Christina Altenbernd, Projektleiterin von Kita & Co.

Die Ausstellung verführt dazu, darüber nachzudenken, dass die Rohstoffe auf der Erde begrenzt sind. Und sie stellt eine Reihe von Umweltthemen kindgerecht dar, ohne pädagogisch oder belehrend sein zu wollen. 

Die Ausstellung der Leuchtpol gGmbH war 2015 für sieben Wochen im Innenhof des Kreishauses zu sehen. Sie knüpft konzeptionell an die beiden vorangegangenen Ausstellungen "Mathe Kings und Mathe Queens" und "Ich staune in mich selbst hinein" an. Und wie die beiden anderen Ausstellungen auch verlängerte sie sich in die Einrichtungen. Dort wurden Themen und Konzepte aufgegriffen. "Die Kuh im Kühlschrank" wurde vor allem aus Pappe gebaut, die Materialen waren einfach. Wiederverwertbare Materialien bilden so auch die Grundlage für kreative Nachbauten von Ausstellungselementen und -themen in den Einrichtungen.

 Mehr zur Ausstellung: www.kuhimkuehlschrank.de