Ich staune in mich selbst hinein

Aktionsausstellung: Ich staune in mich selbst hinein

Die Aktionsausstellung »Ich staune in mich selbst hinein« war 2009 im Kreishaus zu sehen. Kita & Co hatte sie in den Kreis Herford geholt. Wie auch bei der Ausstellung »Mathe Kings & Mathe Queens« hat die Pädagogin Nancy Hoenisch das Konzept entwickelt. Sie repräsentiert mit ihren Ausstellungsprojekten das Kita & Co-Selbstverständnis vom eigenständigen Lernen und Lehren.

»Wer bin ich« oder »Gibt es mich nur einmal auf der Welt«? Das sind große Fragen für die Kleinen. Kinder leben in ihrem Körper, der sich ständig verändert und viele Fragen offen lässt.

Die Aktionsausstellung gab Kindern ab vier Jahren gute Antworten auf Fragen, die sie sich über den Körper stellen, Geheimnisse wurden im Spiel und Experiment entschlüsselt. Herz, Lunge, Darm, Gehirn – alles bekam in den einzelnen Themenkreisen anschaulich unter Verwendung alltäglicher Dinge einen Namen und seinen Platz.

Ich staune in mich selbst hinein

Diese Erfahrung machte beispielsweise die Klasse 1b der Wilhelm-Oberhaus-Grundschule bei ihrem Ausstellungsbesuch, auch wenn nicht alles auf Anhieb klappte. Petra Riegler drückte kräftig auf den Schlauch. Doch die tischtennisballgroße Kugel aus Knetmasse wollte einfach nicht hindurchflutschen. »Wäre er ein Mensch, müsste er bestimmt pupsen«, sagte die Klassenlehrerin. Eine Bemerkung, die bei den Schülerinnen und Schülern ihrer Gruppe für Gelächter sorgte. Die flüchtigen Darm-Winde kennen auch sie.

Eigentlich wollte Petra Riegler demonstrieren, welchen Weg die Nahrung im Körper nimmt. Dazu nutzte sie ein einfaches Modell der Ausstellung, das auch in einem beliebigen Hobby-Keller entstanden sein könnte: Als Mund fungierte ein Trichter, der Magen war eine rote Wärmflasche und den Darm stellte ein langer, schwarzer Schlauch dar. Alles ist miteinander verbunden. Das Ende der Verwertungskette bildete ein Schwamm und ein Töpfchen, das die Schülerinnen und Schüler noch aus ihrer eigenen Zeit als Kleinkind kannten. Dass die Kugel irgendwo im Darmtrakt klemmt, war so nicht geplant.

Die drei Lehrenden der 1b wurden wie alle anderen Fachkräfte auch vorab durch Kita & Co für diese Ausstellung geschult. Das verschaffte Überblick: Die Fachkräfte wussten so, welche Stationen für sie Vorrang hatten und was sie den Schülerinnen und Schülern an den einzelnen Stationen vermitteln konnten.