Wissenschaft

Kita & Co arbeitet gezielt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, um das Programm Kita & Co weiterzuentwickeln. Zu Beginn ging es darum, von außen zu schauen, wie sich die Kooperationen in Kita & Co entwickeln und ob Kita & Co Kinder ganz direkt fördern kann. Ein weiterer Schwerpunkt war, eine Selbstevaluation bei den beteiligten Einrichtungen zu etablieren. Ein weiterer Schwerpunkt stellte die Untersuchung von Sichtweisen auf den Übergang von der Kita zur Grundschule dar.

Strukturen untersucht, Lernerfolge gemessen

Wissenschafltiche Begleitung des Projektes Kita & Co - erste Projektphase

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld begleitete Kita & Co in den ersten zwei Projektphase von 2005 bis 2011.

Der Fokus der wissenschaftlichen Arbeit richtete sich einerseits auf die strukturelle Ebene, die sich auf die Entwicklung der Kooperation der beteiligten Institutionen bezieht. Andererseits lag ein Schwerpunkt auf der Ergebnisebene, die die Fortschritte der beteiligten Kinder messbar gemacht hat.

Für die wissenschaftliche Begleitforschung formulierten Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Dr. Wolfgang Settertobulte  mit dem Bildungsbüro Herford und der Carina Stiftung sogenannte Meilensteine, welche das Vorgehen strukturieren und der Projektentwicklung Rechnung tragen.

Ein erster Meilenstein war die Identifikation von gemeinsamen und unterschiedlichen Interessen und Motiven in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen. Hierzu wurde eine Befragung von Leitungen beteiligter Einrichtungen durchgeführt.

Der zweite Meilenstein konzentrierte sich auf die Förderung der Kinder. Es sollte eine individuelle, aber auch gruppenorientierte systemische Förderung in den Einrichtungen unterstützt und forciert werden, die diese optimal auf die schulische Bildung vorbereitet.

Auswirkungen in den Einrichtungen:

  • Allgemeine Zufriedenheit mit Kita & Co
  • Fortbildungen kommen gut an
  • Zusammenarbeit intensiver geworden
  • Projektleitung positiv beurteilt

Zur Fragestellung, wie sich das Projekt Kita & Co auf die Kinder auswirkt, wurden drei Erhebungen mit folgenden Ergebnissen durchgeführt: Die Testergebnisse zum sprachlichen Verständnis der Kinder weisen auf einen deutlichen Fortschritt der Kinder während der bisherigen Laufzeit des Projektes Kita & Co hin. Im Vergleich zur Kontrollgruppe der Grundschulkinder haben alle Testgruppen in der Grundschule einen signifikanten Fortschritt im rechnerischen Denken erfahren.

 

 

Auf dem Weg zur Selbstevaluation

In der zweiten Projektphase 2008 bis 2011 wurde  die wissenschaftliche Begleitung durch Dr. Wolfgang Settertobulte von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld durchgeführt.

Um die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen an die sich verändernden Bedürfnisse und Notwendigkeiten anzupassen, wurde eine Evaluation entwickelt, die die Einrichtungen seitdem selbstständig durchführen und die ihnen ermöglichen, den Stand der Kooperationen in den Kooperationen vor Ort besser zu beurteilen. Dazu wurde das Verfahren zur Selbstevaluation zunächst in zwei Piloteinrichtungen getestet.

 

 

Vorstellungen über den Übergang

Dr. Sabine Andresen, Professorin für Erziehungswissenschaften, und ihr Team führten 2011 Interviews mit Leitungskräften aus Kitas und Grundschulen und weiteren Beteiligten an Kita & Co durch. Das Ziel: herausfinden, welche Themen für den Übergang wichtig sind.

Drei Schlüsselthemen kristallisierten sich heraus:

  • Der Wunsch nach mehr Austausch, wenn es darum geht, den Übergang zu planen und zu gestalten.
  • Das Kind beim Übergang stärker in den Fokus rücken.
  • Mehr Transparenz für alle Beteiligten, also auch für die Eltern.